In Ausbildung

Wer auf unsere Spiritanermission hier in der Zentralafrikanischen Republik schaut, wer danach fragt, wie unsere alltägliche Arbeit in Pfarreien und Projekten aussieht, dem wird auf den ersten Blick vielleicht der materielle und finanzielle Mangel ins Auge springen. Auf einen zweiten Blick jedoch zeigt sich ein anderes Problem, das mir noch viel gravierender scheint: unsere arg begrenzten „ressources humaines“, um es in einem vermeintlichen Fachjargon zu sagen. Oder einfach: Wir sind zu wenig Spiritaner im Land, um auf alle Herausforderungen angemessen reagieren zu können. Was tun? Backen kann man keine neuen Mitbrüder, aber diejenigen begleiten und ausbilden, die sich auf das Wagnis eines missionarischen Ordenslebens einlassen wollen.

Doch die Ordensausbildung geistlicher und professioneller Art ist langwierig, manchmal auch mühsam, und vor allem kostspielig. Für die Kandidaten der verschiedenen Spiritanerprovinzen im zentralen Afrika gibt es gemeinsame Ausbildungshäuser in Gabun und in Kamerun. Dort werden in der Regel auch unsere jungen Leute hingeschickt. Postulat

Der erste Schritt ins Ordensleben jedoch, das einjährige Postulat, erfolgt im jeweiligen Heimatland. Und so gibt es in Bangui das Théodore-Dobozendji-Haus, in dem zur Zeit drei Postulanten mit ihren Ausbildern leben: Bienvenu, Régis und Privat. Hinzu kommen zwei Studenten im ersten Studienjahr. Sie hatten ihr Visum für Gabun nicht bekommen und studieren deshalb Philosophie am Seminar Saint Marc in Bangui: Ben-Sirac und ein anderer Bienvenu.

Zwei der fünf Anwärter haben auch schon ein Praktikum bei uns in Mobaye gemacht.

Ein Ausbildungshaus trägt sich finanziell nicht allein. Die Familien unserer Ordenskandidaten haben kaum Möglichkeiten, für Studium und Alltag der jungen Leute zu bezahlen. Zwar gibt es Unterstützung aus dem sogenannten „Cor Unum“-Fond des Vatikans, aber auch die reicht nicht aus, um alle Kosten zu decken. Deshalb ist die Solidarität aller Spiritanergemeinschaften im Land gefragt. Und so bringen wir aus Mobaye Maniok, Reis, Erdnüsse und manchmal auch geräucherten Fisch mit, eben das, was wir bei den Gabenprozessionen in den Gottesdiensten erhalten. Und manchmal helfen wir unserem Ausbildungshaus auch mit Euren Spenden. Damit wir Spiritaner unseren Missionsauftrag auch auf lange Zeit hin erfüllen können. Und dafür braucht es eben gut ausgebildete und engagierte junge Mitbrüder.


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