Der kleine Jean, Teil 4

Morgen, ganz früh, fahren wir wieder nach Hause.

Der behandelnde Arzt hat uns gesagt, dass er außer „palliativer Pflege“ dem kleinen Jean auch nichts mehr anbieten könne. Die Chemotherapien haben keine ausreichende Wirkung gezeigt, eine Operation ist nicht möglich, eine radiologische Behandlung gibt es in der Zentralafrikanischen Republik nicht. Warum also noch weiter in Bangui bleiben?

Verbandswechsel, Schmerzmittelgabe – und darin in erschöpft sich auch schon die „palliative Pflege“ hier – das machen wir dann in seinem Dorf Langandji. Die Morphinpräparate, die der Arzt uns mitgibt, und die, ich auf andere Wege bekommen habe, reichen für gut einen Monat.

Ich hoffe nur, dass die Fahrt über diese schreckliche Piste zwischen Bambari und Mobaye (knapp 230 Kilometer) für den Jungen nicht zu einer zu großen Quälerei wird.

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