Der kleine Jean, Teil 3

Der kleine Jean mit dem Augentumor (siehe die Blogeinträge vom 22. und 25. Juni sowie vom 21. Juli diesen Jahres) ist nur noch ein „kleines Häufchen Elend“. Die aggressiven Chemotherapien haben seinen Krebs zwar angegriffen, aber nicht zerstört, das Auge ist nicht geschrumpft, so dass man es herausoperieren könnte. Medizinisch gesprochen ist er mit den Möglichkeiten vor Ort nun „austherapiert“. Allein Bluttransfusionen halten ihn  noch am Leben, denn die Chemotherapien haben verheerende Nebenwirkungen hervorgerufen. Sein Hb lag vorgestern bei 4,4 g/dl, die Anzahl der Blutplättchen war erschreckend niedrig.

In dieser Woche sind italienische Fachärzte zu Besuch, denen soll Jean noch vorgestellt werden. Aber eine begründete Hoffnung auf Heilung hegt eigentlich niemand mehr.

Wir haben gestern lange miteinander gesprochen, Jeans Vater und ich. Wenn der Kleine es bis nächste Woche schafft, dann nehmen wir ihn wieder mit zurück in sein Dorf Langandji, damit er dort seine letzten Tage verbringen kann. Mit starken Schmerzmitteln werden wir dann versuchen, die „palliative Pflege“ selbst zu übernehmen.

 


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