Eine Priesterweihe in Bangui, Teil 2

Zusammen mit zwei Diakonen von der Ordensgemeinschaft der „Gesellschaft der Afrikamissionen“ (sma) ist P. Prince vor drei Wochen in der Kathedrale von Bangui zum Priester geweiht worden. Hauptzeleberant war Bischof Richard Appora aus Bambari.

An den dreistündigen Gottesdienst schlossen sich mehrere (!) Empfänge und Feiern an. Die im Familienkreis wurde von einer traditionellen Musikgruppe mitgestaltet.

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Am nächsten Morgen, am Sonntag, dem 17. Juni hat er seine Primiz gefeiert, und zwar in unserem Provinzhaus St Charles. Das ist zwar keine Pfarrei, aber im Laufe der Jahre hat sich eine große Gemeinde um unsere kleine Spiritanerkommunität gebildet, die fast so etwas ist wie eine „Pfarrgemeinde“ geworden ist. Jeden Sonntag findet dort ein Gottesdienst unter freiem Himmel statt – so auch die erste Messe von Prince.

Zeitgleich mit seiner Weihe und Primiz fand auch der Besuch von zwei unserer Generalräte aus Rom statt. Wie jeder Orden sind auch wir Spiritaner etwas hierarchisch strukturiert. Die oberste Ordensleitung befindet sich in Rom, an ihrer Spitze steht der Generalobere, neben ihm ein erster und ein zweiter Assistent sowie einige Generalräte.

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Gruppenfoto mit den beiden Generalräten P. Bede (ganz rechts) und P. Alain (rechts neben mir)

Der erste Assistent, Pater Bede aus Nigeria, und ein Generalratsmitglied, Pater Alain aus dem Kongo sind auf Visitation gekommen. Vorgesehen war auch ein Besuch in Mobaye, aber aufgrund der ungewissen Lage war das nicht möglich. Deshalb haben wir uns in Bangui getroffen und viel über unsere Situation gesprochen. Vor allem auch über die Zukunft der Spiritanerpräsenz in Mobaye. Wir sind eben nur sehr wenig Mitbrüder, aber unsere Mission hier in der Basse-Kotto möchten wir auf jeden Fall weiterführen, gerade aufgrund der Lage von Krieg und Rebellion. Deshalb gab’s lange Verhandlungen: So wie ich damals meine Missionsbestimmung für die Zentralafrikanische Republik erhalten habe, so hat auch Prince die seine schon vor etlichen Monaten für ein „fernes Land“ erhalten, nämlich für Guinea Bissau.

Aber wer kommt dann nach Mobaye? Wir haben im Moment keinen weiteren verfügbaren Mitbruder. – Deshalb haben wir offiziell beim Generalrat angefragt, ob er nicht noch ein, zwei Jahre bleiben kann, bevor er „in die Ferne“ aufbricht. Und die Ordensleitung war einverstanden. Und ich bin heilfroh, dass nun unsere Zukunft in Mobaye erst einmal gesichert ist.

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In der Mitte: Sr Yvette, mit der ich in den drei Jahren als Coopérant in Alindao die Mobile Klinik betrieben habe.

 

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