Eine Priesterweihe in Bangui, Teil 1

Am Samstag, dem 16. Juni war es soweit: Da sollte Prince, unser Diakon, in der Kathedrale von Bangui zum Priester geweiht werden.

Viele unserer Gemeindemitglieder hatten Lust, dabei zu sein, aber wie in die Hauptstadt kommen? – Der Landweg ist weiterhin von unberechenbaren Rebellen versperrt, da bleibt nur noch der Fluss. Wie auch schon vor vier Monaten. Also habe ich mich mit einer Delegation von ungefähr dreißig Leuten  auf den Weg gemacht, zwei Pirogen an aneinander gebunden und los ging’s. Nach drei Tagen auf dem Ubangi sind wir schließlich wohlbehalten an unserem Ziel angekommen, die Rückfahrt stromaufwärts dauerte dagegen fünf Tage.

Alles hätte eine schöne „Flußkreuzfahrt“ werden können, wäre da nicht der Regen gewesen und, vor allem, die Anti-Balakas mit ihren Flußbarrieren. Neun Mal mussten wir anhalten und mit den Rebellen „verhandeln“. Das ist dann immer meine Aufgabe. Manche sind nett, machen keine Probleme, wollen nur ein paar Zigaretten. Andere dagegen stehen unter Drogen, bedrohen uns und schüchtern ein. Da heißt es dann ruhig bleiben und sich nicht provozieren lassen. Gelernt habe ich so etwas auch nicht. Aber man gewöhnt sich daran…

Ein paar Eindrücke von der Reise (einfach die Maus über die Fotos ziehen, und schon erscheinen die Bildunterschriften):

 

 

 

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