Und immer wieder den Gott des Lebens feiern…

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„Und Gott sprach: Balle ich Wolken über Erde zusammen und erscheint der Bogen in den Wolken, dann gedenke ich des Bundes, der besteht zwischen mir und euch und allen Lebewesen…“  (Gen 9, 14f) – Regenbogen über Mobaye, gestern

Auch die vergangene Woche hat keine Veränderung der Lage in Mobaye und Umgebung gebracht. Die bewaffneten Gruppen stehen sich weiter kompromisslos gegenüber. Während die Seleka-Rebellen in Mobaye die letzten leer stehenden Häuser plündern – unter anderem auch wieder unser Pfarrhaus -, warten die Antibalaka-Kämpfer ab und versuchen, sich hier auf kongolesischer Seite unter den Flüchtlingen Geld und Munition zu beschaffen.

An einen kleinen Strohhalm Hoffnung klammern sich die Menschen dennoch. Und wir mit ihnen: Neue Präfekten sind ernannt worden (vielleicht am ehesten mit „Ministerpräsidenten“ der Bundesländer zu vergleichen). Der für die Basse-Kotto ist ein ranghoher Soldat. Und so erhoffen sich nun alle, dass mit ihm unabhängiges zentralafrikanisches Militär eintreffen wird, das beide Rebellen-Gruppen entwaffnet und ein gewisses Maß an Sicherheit wieder herstellt. Aber vielleicht sind unsere Erwartungen auch zu utopisch.

Und doch ist da weiterhin jene Hoffnung, die nicht zerbrechen kann wie ein Strohhalm: unser Gott, der das Leben will und nicht den Tod. Diesen Gott feiern wir hier jeden Tag und erinnern uns an jene große Verheißung, die uns allen zugesagt ist: „…und er, Gott, wird bei ihnen sein. Er wird alle Tränen von ihren Augen abwischen: Der Tod wird nicht mehr sein, keine Trauer, keine Klage, keine Mühsal. Denn was früher war, ist vergangen.“ (Offb 21,3f).

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Am vergangenen Freitag mit unseren Flüchtlingen in Ndjambe Bessembi, einem kongolesischen Dorf am Ubangi, in das sich viele unserer Christen von Gegenüber gerettet haben.

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Beim Gloria bleibt niemand mehr sitzen.
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Neben mir Prince, unser Diakon, und 2 Katechisten

 

 

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Die Dorfjugend

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Am Samstag in der Stadtkirche von Gbadolite. Die Vorabendmesse ist der einzige Gottesdienst in der Woche, den ich übernehmen kann, da er auf Französisch gefeiert wird. Alle anderen Gottesdienste am Sonntag und in der Woche sind auf Lingala.

 

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Der Einzug mit Tanz

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An Messdienern fehlt es nie.
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Auch hier: die Gabenprozession wird getanzt.

 

Am Sonntag in der Filialkirche von Mobaye-Mbongo (Kongo). Hier ist die Gemeinde bunt gemischt: drei Viertel Einheimische und ein Viertel geflohene Christen aus unserem Mobaye-Banga (ZAR). Hier kann ich auf Sango feiern.

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Die Kollekte wird noch während des Gottesdienstes von den Messdienern gezählt. Im Kongo gibt es übrigens keine Münzen, sondern nur Scheine. Die meisten Scheine im Korb sind an diesem Morgen 50-Francs-Scheine. Umgerechnet etwa 3 Cent.

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Gestern in Lembo Nda-Ngbangba. Hier haben viele unserer Christen aus Mafunga, Damba, Mbissouala und Zima 2 Zuflucht gefunden.

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Gelegenheit zur Beichte vor dem Gottesdienst

 

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„Wenn Ihr nicht umkehrt und werdet wie die Kinder…“ (Mt 18,3)

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Ein Gedanke zu “Und immer wieder den Gott des Lebens feiern…

  1. Und immer wieder Worte und Bilder der Hoffnung in deinen Beiträgen. Trotz aller schlimmen Umstände zufriedene Gesichter deiner Gemeindemitglieder. Wir beten für Ruhe und Frieden bei Euch. Gott schütze dich und deine Mitstreiter, herbstliche Grüße aus der Heimat, Monika

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